5 Bausteine zur finanziellen Absicherung der Familie

5 Bausteine, um die Familie finanziell abzusichern

Finanzielle Absicherung betrifft uns alle. Vor allem Familien tragen durch ihre hohen Kosten ein großes finanzielles Risiko. In diesem Artikel zeige ich Dir 5 Bausteine, wie Du Deine Familie finanziell absichern kannst und verrate unter anderem, wie viel wir für unsere drei Kinder ansparen und wie groß unser Notgroschen ist.

Meine Liste ist natürlich niemals vollständig. Jede Familie trägt durch ihren individuellen Lebensstil unterschiedliche Risiken. Diese 5 Bausteine sind für mich das absolute Minimum an Absicherung und Risikominimierung.

Notgroschen

Der Notgroschen ist die Grundvoraussetzung, um die eigenen Finanzen im Griff zu behalten und ein Vermögen im Einklang mit den Lebenszielen aufzubauen. Denn wer nicht flüssig ist, rutscht schneller in den Dispo, der wiederum zu hohen Zinsen führt und trifft finanzielle Entscheidungen unter Druck.

Der Notgroschen sollte mindestens drei, besser sechs Monatsgehälter betragen. Das bedeutet, dass mit diesem Geld die Familie für sechs Monate überleben könnte. Wie der Name schon sagt, dient der Notgroschen nicht der Urlaubsplanung, sondern lebensnotwendigen Anschaffungen.

Wenn also das Auto kaputt geht, auf das die Familie angewiesen ist, wird davon ein Teil bezahlt. Du solltest den Notgroschen sobald wie möglich wieder auf seinen Ursprungsbetrag auffüllen.

Am besten lagerst Du diese Rücklage auf einem Tagesgeldkonto. So ist es jederzeit erreichbar, kann aber nicht per EC-Karte einfach „verlebt“ werden.

Wir sind übrigens eher Sicherheitsmenschen. Unser Notgroschen beträgt daher mindestens je fünf Monatsgehälter und lagert auf Tagesgeldkonten.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die klassische Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) gehört zu einer der wichtigsten Versicherungen von Arbeitnehmern. Sie zahlt im Falle einer vorübergehenden oder bleibenden Unfähigkeit die versicherte Tätigkeit auszuüben. Was Du bei dieser Versicherung beachten muss, habe ich hier schon einmal aufgeschrieben.

Lebensversicherung

Eine zweite wichtige Versicherung für Lebenspartner ist eine Lebensversicherung. Diese dient nicht als Altersvorsorge. Wenn er/sie während der versicherten Zeit nicht stirbt, gibt es anschließend kein Geld. Sie macht vor allem Sinn, wenn die versicherte Person sehr viel mehr Einkommen als der/die Partner/in generiert.

Lass Dich zu diesem Thema unbedingt unabhängig z.B. von einer Honorarberaterin oder der Verbraucherschutzzentrale beraten. Diese bekommen keine Provisionen, wenn Du bei einer bestimmten Versicherung fündig wirst, was deren Glaubwürdigkeit erhöht.

Ansparen für die Kinder

Wenn der Notgroschen gefüllt ist und jeden Monat etwas Geld übrig bleibt, solltest Du über die finanzielle Absicherung der Kinder nachdenken. Gerade im jungen Erwachsenenalter entstehen durch Studium, eigene Wohnung etc. hohe Kosten. Diese kannst Du minimieren, in dem Du schon heute daran denkst, Deinen Kindern ein kleines finanzielles Polster zu schaffen.

Wenn Du z.B. von Geburt an jeden Monat 25 € für Dein Kind zurücklegst, hat sich das Vermögen des Kindes zum 18. Geburtstag bei einem durchschnittlichen Zinssatz von 5% bereits auf 8.600 € summiert. 3.200 € davon allein sind Zinsen. Damit kann ein junger Erwachsener doch gut den Führerschein, die Einrichtung für eine kleine Wohnung oder die erste Kaution finanzieren.

5 Bausteine, um die Familie finanziell abzusichern

Wie Du diesen Zinssatz erreichen kannst und was die Vorteile sind, hat Madame Moneypenny (Natascha) auf ihrem Blog ausführlich beschrieben: Sparen für Kinder: Wie du für deinen Nachwuchs einfach Geld anlegst.

Bei Finanzfluss gibt es dazu auch eine knackige Podcastfolge.

Uns ist das Ansparen für unsere Kinder sehr wichtig und so bekamen alle je ein Depot zur Geburt, in das wir jeden Monat pro Kind 50 € und Sonderzahlungen reinsparen. Das werden dann bei 5% schon über 17.000 € für jede/n sein. Wir sind übrigens mit dem JuniorDepot der comdirect* sehr glücklich.

Sorgerechtsverfügung

Was passiert eigentlich mit den minderjährigen Kindern, wenn beide Eltern sterben? Wo werden sie leben? Diese unbequemen Fragen stellen sich nur wenige Eltern und noch weniger haben eine Sorgerechtsverfügung. Dabei verlieren etwa 1.000 Kinder pro Jahr in Deutschland beide Eltern. Ohne eine solche Verfügung muss ein Gericht einen Vormund bestimmen. Dann besteht auch die Möglichkeit, dass die Kinder in einem Waisenhaus aufwachsen müssen.

Damit in dieser schwierigen Situation die Kinder optimal versorgt werden, solltet ihr eine Sorgerechtsverfügung ausfüllen. Zu diesem Thema habe ich Rechtsanwältin Sandra Runge von smartmama interviewt. Schau mal hier, was sie zur Sorgerechtsverfügung sagt.

Pluspunkte bei der finanziellen Absicherung der Familie

Passives Einkommen

Es gibt natürlich weitere Punkte die Familie finanziell abzusichern. Eine relativ Neue ist das sogenannte passive Einkommen. Darunter versteht man regelmäßige Einnahmen, bei denen nicht Zeit gegen Geld getauscht wird. Gewinne aus Immobilienvermietung zählen klassischerweise dazu. Aber auch zum Beispiel Bucheinnahmen und natürlich Kapitalerträge. In allen Fällen wird maximal am Anfang eine gewisse Arbeitszeit investiert, später aber nicht mehr. Diese Art von Einkommen macht Dich unabhängig von Krankheit, Pflege oder Jobverlust und minimiert das finanzielle Risiko für die Familie.

5 Bausteine, um die Familie finanziell abzusichern

Altersvorsorge

Die Verantwortung für die Familie endet nicht mit der Volljährigkeit der Kinder. Ich sehe es als Elter auch als meine Pflicht an, für mich selbst ausreichend vorzusorgen, damit ich im Alter genug zum leben habe und nicht meine Kinder für mich aufkommen müssen. Daher sehe ich die Altersvorsorge beider Elternteile als Pluspunkte bei der finanziellen Absicherung.

Ich investiere in ETFs (Exchange Traded Funds). Das sind börsengehandelte Indexfonds, die die Wertentwicklung eines Index, wie beispielsweise des DAX, abbilden. Sie sind kostengünstig, transparent, breit diversifiziert, flexibel und liquide.

Ich bin in das Thema mit Hilfe von Natascha Wegelins Buch Madame Moneypenny: Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können* eingestiegen und kann es sehr empfehlen. Vertiefende Informationen findest Du dann bei Gerd Kommer Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs*.

Nach dieser Lektüre habe ich angefangen einen Wertpapiersparplan zu erstellen. Der sieht vor, dass ich eine bestimmte Menge Geld zu einem von mir geplanten Zeitpunkt habe und dann finanziell frei bin.

An welche Punkte kannst Du bereits einen Haken machen?
Woran möchtest Du noch arbeiten?
Welche anderen Möglichkeiten siehst oder nutzt Du?

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