Was Du von meinen 3 Elternzeiten lernen kannst

Ich habe drei Kinder bekommen, habe drei Mal Elterngeld bezogen und einiges über Elterngeld und Elternzeit in dieser Zeit am eigenen Leib erfahren. In diesem Artikel zeige ich Dir, wie ich vorgegangen bin, was ich heute anders machen würde und was Du für Dich und Deine Elternzeit-Planung mitnehmen kannst.

Wie ich Elterngeld bezogen habe

Bei meinen ersten beiden Kindern habe ich je 12 Monate Basiselterngeld bezogen und bin zum ersten Geburtstag wieder Teilzeit in Elternzeit arbeiten gegangen. Beim zweiten Kind haben wir auch die Partnerschaftsbonusmonate genutzt, in denen beide Elternteile Teilzeit arbeiten und so bezuschusst werden.

Bei meinem dritten Kind habe ich bis zum 15. Lebensmonat eine Mischung aus Basiselterngeld und Elterngeld Plus bezogen und auch zwischendurch zwei Änderungen vorgenommen, um auf meine wachsenden selbstständigen Einnahmen in dieser Zeit zu reagieren. Nach 16 Monaten bin ich zu meinem Arbeitgeber in Teilzeit (ohne Elternzeit) zurückgekehrt.

Wie ich Elternzeit genommen habe

Bei den ersten beiden Kindern hatte ich je zwei Jahre Elternzeit beantragt, mit der Option nach einem Jahr Teilzeit in Elternzeit zurückzukehren. Die dritte Elternzeit habe ich gleich für drei Jahre beantragt. Alle drei Elternzeiten habe ich aber mit Zustimmung des Arbeitgebers vorzeitig beendet, da ich entweder bereits schwanger war, schwanger werden wollte sowie meine Elternzeit zu einem späteren Zeitpunkt nutzen wollte.

Übrigens haben alle drei Elternzeiten bei mir große Veränderungsprozesse angestoßen:

Nach der ersten Auszeit habe ich meinen berufsbegleitenden Master angefangen. Bereits in der zweiten Elternzeit habe ich mich auf meine nebenberufliche Selbstständigkeit fokussiert und dies auch im Anschluss ausgebaut. Damit habe ich mein Teilzeitgehalt schon gut aufbessern können. Und nach der Geburt meines dritten Kindes war klar, dass ich mich voll auf mein eigenes Business konzentrieren werde.

Aber…

Warum ich immer noch in Elternzeit bin

Ja, richtig. Ich bin trotz hauptberuflicher Selbstständigkeit immer noch in Elternzeit. Als ich bemerkt habe, dass die Konzernkarriere für mich endet und ich hauptberuflich selbstständig sein kann und will, habe ich bei meinem Arbeitgeber einen Antrag auf Elternzeit gestellt. Einerseits half es mir bei der Entscheidung mein Sicherheitsbedürfnis zu beruhigen. Andererseits halte ich mir die Möglichkeit der Rückkehr oder einer Abfindung offen.

Ausschlaggebend war aber die weitere Zugehörigkeit zur gesetzlichen Rentenversicherung, für die ich bis zum dritten Geburtstag meines Sohnes in der Elternzeit einen Rentenpunkt eines deutschen Durchschnittsgehalts bekomme, obwohl ich keinen Cent mehr einzahle. Außerdem zahlt dies auch auf die Beitragsjahre ein. Ob ich danach weiter freiwillig einzahle, weiß ich heute noch nicht.

Insgesamt überwiegen für mich die Vorteile der Elternzeit und so nehme ich nun alle noch nicht genutzten Monate aller Kinder. Also warum sollte ich sie nicht nutzen?

Was ich heute anders machen würde

    • Im Nachhinein hatte ich Glück, dass mich mein Arbeitgeber meine Elternzeiten vorzeitig beenden ließ. Die jeweils beantragten Jahre Elternzeit habe ich beim ersten und dritten Kind nicht ausgeschöpft. Diese Planung hätte mir zum Verhängnis werden können. Daher würde ich rückblickend nur ein Jahr beantragen und dann zum Ende der Elternzeit eine Verlängerung beantragen.
    • Meine Einnahmen aus der Selbstständigkeit sind mir während des dritten Elterngeldbezugs über den Kopf gewachsen. So hatte ich nicht geplant. Das war natürlich ein Erfolg für mein Business. Fürs Elterngeld war das nachteilig, da ich nun eine Rückzahlung meinerseits erwarte. Insofern würde ich heute andere Maßnahmen für den Zuverdient ergreifen.
    • Rückblickend würde ich mir als Selbstständige auch mehr als drei Wochen Mutterschutz einräumen. Das war einfach körperlich und geistig eine krasse Herausforderung. Naja, ich habe es eben gern gemacht.

Meine 6 Take-aways für Dich:

    1. Jede Deiner Elternzeiten ist anders, da sich die Bedingungen verändern. Daher kann sich auch Dein Elterngeldbezug Deinem Leben anpassen.

    2. Nur weil Du eine Sache beim letzten Mal so gemacht hast, musst Du es nicht genauso noch einmal machen.

    3. Die Gesetze und Gerichtsurteile verändern die Bedingungen ebenfalls. Schau, was dadurch für Dich möglich wird. Nimm es als Chance wahr!

    4. Ein Plan ist gut. Bleibe gleichzeitig während Deiner Elternzeit und Deinem Elterngeldbezug flexibel. Anpassungen sind immer (zum Teil auch rückwirkend oder mit Zustimmung des Arbeitgebers) möglich.

    5. Elternzeiten stoßen bei vielen Müttern große Veränderungsprozesse an. Spüre in dieser Zeit ganz zwanglos in Dich hinein und schau, was Du anpacken möchtest.

    6. Schmeiß Deine Elternzeit nicht weg. Dieser gesetzliche Rahmen hat so viel zu bieten!

Schreib mir gern in die Kommentare oder auf Instagram, welchen Herausforderungen Du zum Thema Elternzeit begegnet bist oder welche Veränderungen durch die Elternzeiten angestoßen wurden!

Happy Elterngeld-Optimierung!

Womit kann ich dir heute helfen?

Wow, es gibt so viel zu erfahren und zu besprechen. Loooos gehts!

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Comments

    • Madalina
    • 1. Mai 2022
    Antworten

    Hallo
    wir bekommen bald unseren dritten Kind. momentan arbeite ich 25 Stunden die Woche und würde gerne 2 Jahren Elternzeit nehmen. Mein Mann ist Steuerklasse 5 und ich 3. Tipps?
    Lg Madi

    1. Antworten

      Hallo Madalina, schau unbedingt mal in den Elterngeld-Trick rein! https://zweitoechter.de/mehr-elterngeld-beim-zweiten-kind/
      LG, Diana

        • Lisa
        • 2. Juli 2022
        Antworten

        Hallo Diana,
        funktioniert der Weg über die Selbstständigkeit auch zwischen dem zweiten und dritten Kind, wenn der Abstand zwischen Kind 1 und 2 nur 18 Monate betrug? Also könnte man dann vielleicht den Zeitraum vor dem ersten Kind zur Berechnung heran ziehen?
        Danke und viele Grüße
        Lisbeth

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