Wir wollen Ferienzeiten unserer Kinder selbst bestimmen

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Gerade befinden wir uns im Urlaub. Wir sind eine Woche im Ferienhaus am See. Außerhalb der Ferienzeiten. Denn wir finden, dass wir Eltern über die Ferienzeiten unserer Kinder selbst entscheiden sollten. Aber so einfach ist das leider nicht. Es gibt allerdings Ideen für dieses Problem.

Das Problem mit der Schulpflicht

In Deutschland herrscht Schulpflicht. Um genau zu sein, handelt es sich um eine Schulanwesenheitspflicht. Das heißt, die Pflicht des Schulbesuches ist an die Anwesenheit im Schulgebäude gekoppelt. Obwohl durch die Corona-Pandemie einige Regeln zeitweise gelockert wurden, hat sich an diesem Grundsatz bisher leider nichts geändert.

Für uns wäre die Einführung einer Bildungspflicht aus vielen Gründen die bessere Alternative zur Schulanwesenheitspflicht, denn wir können auch im Haus am See lernen!

Feste Ferienzeiten sind unökologisch und teuer

Wir als Familie empfinden die festgelegten Ferienzeiten als eine harte Einschränkung in unseren Freiheiten. De facto gibt es kein Zeitfenster im Jahr, in dem zum Beispiel ein einwöchiger Urlaub im eigenen Land zu moderaten Preisen und gutem Wetter möglich ist.

Die Sommerferien sind meist bereits im Vorjahr ausgebucht, alles ist überlaufen und verhältnismäßig teuer. Gleichzeitig bieten die Oster- und Herbstferien im April und Oktober kein zuverlässiges Wetter zum Baden oder Camping.

Das heißt, es bleibt nur noch die Fernreise. Diese ist aber weder ökologisch noch günstig.

Die Lösung

Die Lösung des Problems könnten selbstgewählte Ferienzeiten der Familien sein – unabhängig von Ferien.

Im niederländischen Apeldoorn gibt es eine Schule, die dieses Konzept gewagt hat. Seit 2010 können Eltern dort vorab Ferienzeiten für ihre Kinder festlegen. Die Schule selbst bietet keine Ferien mehr an. Der Unterricht findet abgesehen von einer Weihnachtspause durchgehend das ganze Jahr statt und ist auf die zeitweise Nichtteilnahme von Schülern ausgelegt.

Auch wir könnten uns eine solche Lösung für uns vorstellen.

Und wenn nicht?

Da so eine Lösung bisher nicht gesetzlich verankert ist, sind wir auf die Gnade der Schulleitung angewiesen. Diese darf einen Schüler freistellen. Bei unserem Urlaub im Juni ist dies geschehen. Doch können wir uns darauf weder berufen, noch damit planen.

Es bleibt uns also nichts weiter übrig, als auch in der Zukunft um Freistellung zu bitten. Wenn diese aber verwehrt wird? Reisen wir trotzdem, denn wir wissen, wie wichtig außerschulische Erfahrungen sein können und wie sehr wir als Familie davon profitieren.

Ein Luxusproblem?

Ich weiß, dass es viele Eltern gibt, die bei solchen Ideen nur den Kopf schütteln. „Braucht keiner“, „Alles ist doch gut, wie es ist“ und „Soll sie halt in den Sommerferien wegfahren.“ oder „Luxusprobleme!“ Die Kommentarspalte kann ich mir lebhaft vorstellen.

Andererseits gibt es Eltern, die sich nicht trauen, solche Ideen tatsächlich umzusetzen, obwohl sie sie gern hätten.

Es braucht also Vordenker. Menschen, die mal weiter denken und schauen, was Familien brauchen könnten und dann voranschreiten. Und so sehe ich es auch für dieses Thema. Indem ich dieses Thema erwähne, unseren Schulleiter mit Freistellungen nerve und mit anderen Eltern darüber spreche, wird es greifbar und vielleicht schließen sich andere Eltern an. Vielleicht wird es irgendwann normal und hörbar für unser Kultusministerium und es findet ein Umdenken statt. Wieso auch nicht?

Was hältst Du von der Idee, die Ferienzeiten Deiner Kinder selbst zu bestimmen? Habt ihr schon mal ein schulpflichtiges Kind vom Unterricht befreien lassen?

Erfahrungen & Bewertungen zu zweitöchter