Trick für mehr Elterngeld beim 2. Kind trotz Teilzeit

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In diesem Artikel zeige ich Dir einen bisher unveröffentlichten LEGALEN Elterngeld-Trick, wie Du mehr aus Deinem Elterngeld zwischen zwei Elternzeiten herausholst. Ziel ist es, die Berechnungsgrundlage für das zweite Elterngeld wie beim ersten Kind zu erreichen. So kannst Du nach Deiner ersten Elterngeld-Zeit gar nicht oder nur Teilzeit arbeiten und bekommst trotzdem Elterngeld wie beim ersten Kind!

Lies weiter, wenn Du:

  • angestellt bist
  • mind. 2 Kinder bekommen möchtest oder vor kurzem entbunden hast und noch ein Kind möchtest
  • du zwischen den beiden Kindern gar nicht oder nur in Teilzeit arbeiten möchtest
  • ca. 2-3 Jahre Abstand zwischen den Kindern möchtest

Wie der Elterngeld Trick geht, zeige ich Dir an diesem Beispiel:

  • Arbeit in Vollzeit
  • Geburt 1. Kind: 1. Juni 2014
  • Elterngeld 1. Kind: 1. August 2014 – 31. Mai 2015
  • anschließend Elternzeit ohne Elterngeldbezug oder Arbeit in Teilzeit
  • Geburt 2. Kind: 1. November 2016

Grafik_Elterngeld-Trick

 

Grundsätzlich wird das Elterngeld nach den letzten 12 Monaten VOR der Geburt berechnet. Im Beispiel wäre dies für das 2. Kind der Zeitraum, in dem die Mutter gar nicht oder nur in Teilzeit gearbeitet hat. Dies wäre natürlich ein Nachteil für die Höhe des Elterngelds, aber Vollzeit zu arbeiten, ist auch nicht für jede Mutter möglich.

 

Und so veränderst Du die Berechnungsgrundlage in Deinem Sinne:

  • Mach Dich selbstständig.
  • Dazu geh‘ zum Gewerbeamt und melde (für ca. 25-40 €, je nach Ort) ein Gewerbe als Kleinunternehmer an, z.B. im Online-Marketing.
  • Erbringe mind. eine Leistung für ein Unternehmen und schreibe eine Rechnung oder verdiene Geld über Affiliate Links, z.B. mit Amazon und habe so Einkünfte aus Selbstständigkeit.

 

Wichtige Hinweise:

  • Achte bitte darauf, dass Du mit Deinem neuen Gewerbe nicht unter die Scheinselbstständigkeit fällst.
  • ALLE Einkünfte müssen über die Steuererklärung am Ende des Jahres angegeben und versteuert werden.
  • ALLE Einkünfte, die Du WÄHREND des Elterngeldbezugs hast, werden auf das Elterngeld angerechnet.
  • Prüfe in Deinem Arbeitsvertrag, ob Du Deinen derzeitigen Arbeitgeber über die Nebentätigkeit informieren musst.

 

Wichtig ist, dass der Zahlungseingang dieser Rechnung im Zeitraum von 12 Monaten vor Deiner 2. Geburt liegt. Im Beispiel oben wird die Rechnung im Dezember 2015 geschrieben.

 

Fazit

Wenn eine Mutter selbstständig ist, wird das Elterngeld NICHT anhand der letzten 12 Monate VOR der Geburt berechnet. Stattdessen muss ein Steuerbescheid für das vorangegangene Kalenderjahr vorgelegt werden. Im Beispiel oben ist dies das Kalenderjahr 2015, da für 2016 noch kein Steuerbescheid vorliegt. In 2015 wurde jedoch Elterngeld für Kind 1 bezogen. 2015 kann nicht als Berechnungsgrundlage dienen, da dies für die Mutter nachteilig wäre. Also muss 2014 herangezogen werden. Auch in diesem Jahr wurde Elterngeld für Kind 1 bezogen und so muss das Jahr 2013 zur Berechnung des Elterngeldes dienen.

Bei Selbstständigkeit werden also demnach NICHT die 12 Monate VOR Geburt des Kindes zur Elterngeldberechnung herangezogen, sondern immer das letzte abgeschlossene Kalenderjahr, in dem kein Elterngeld bezogen wurde.

Dieser Trick hilft berufstätigen Müttern, die 2 oder mehr Kinder möchten, zwischen den Kindern gar nicht oder nur Teilzeit arbeiten möchten, wieder das Elterngeld wie beim 1. Kind zu erhalten!

 

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Haftungsausschluss

Die Verfasserin übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die Verfasserin, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich im weitest zulässigen Rahmen ausgeschlossen. Auch steht die Verfasserin in keiner Verbindung zu irgendeiner staatlichen Behörde zu diesem Thema.

Dieser Artikel ist in keiner Weise eine Rechtsberatung in Elterngeld-Fragen. Ich berichte lediglich von eigenen Erfahrungen. Selbstverständlich kannst Du Dich gern von Deiner Elterngeldstelle zu diesem Thema beraten lassen, denn jeder Einzelfall ist anders!

Viel Erfolg!

 

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Kommentare

    • Diana
    • 5. Juli 2017
    Antworten

    Cool, also wenn ich das richtig verstehe, melde ich mich einfach selbstständig wenn wir wieder ein Kind wollen. Geh einfach paar Mal arbeiten, so das das innerhalb des Berechnubgszeitraumes 12 Monate vor Geburt liegt. Dann hätte man bis Ende 2019 Zeit das das 2. Kind zur Welt kommt, oder ? 1.Kind 1.Februar 2017 geboren.

    • Diana
    • 6. Juli 2017
    Antworten

    Liebe Diana, vielen Dank für Deine Frage. Ja, Du kannst nach dem 1. Kind wieder in Teilzeit arbeiten oder gar nicht. Deine Selbstständigkeit (Zahlungseingang bei dir ist da entscheidend) muss im Zeitraum von 12 Monaten vor der Geburt erfolgen. Genau, Du hast bis Ende 2019 Zeit für K2. 🙂

    • Diana
    • 7. Juli 2017
    Antworten

    Super, cool. Ich wusst das mit der Selbstständigkeit, aber nicht das sie die angefangenen Elterngeldjahre komplett aus der Brechnung lassen. Danke dafür.

      • Diana
      • 7. Juli 2017
      Antworten

      Gerne. Viel Erfolg!

    • Isa
    • 7. August 2017
    Antworten

    Liebe Diana,
    durch Zufall bin ich auf diesen Artikel gestoßen. Ich bekomme bis September Elterngeld für mein 1. Kind (Geburtsjahr 2016). Ab Januar 2018 werde ich Teilzeit in Elternzeit arbeiten. Die Zeit zwischen September und Neujahr will ich nutzen, um nebenher mit einer Selbstständigkeit zu beginnen.
    Da wir ein zweites Kind planen und es mich einfach interessiert hat, wie sich die Selbstständigkeit oder auch Mischeinkünfte auf das Elterngeld auswirken, bin ich auch auf den von dir geschilderten Sachvehalt aufmerksam geworden.
    Hast du das so gemacht und hat die Beantragung der Verschiebung problemlos geklappt? Ich bin mir da so unsicher, da in dem Jahr, in welches verschoben wird (bei mir 2015) ja keine Selbstständigkeit vorlag. Ist das wirklich egal? Ich hatte aus Neugier sogar bei unserer Elterngeldstelle nachgefragt, aber die konnten mir da keine kompetente Antwort geben und haben mich immer von einem zum anderen Berater weitergeleitet…

    Viele Grüße
    Isa

      • Diana
      • 7. August 2017
      Antworten

      Hallo Isa,
      die Elterngeldstelle ist manchmal nicht sehr auskunftsfreudig, wenn es sich nur um Annahmen und nicht um einen konkreten Sachverhalt handelt. Meine ist da etwas anders und sehr hilfsbereit.
      In Deinem Fall ist es egal, ob Du 2015 schon selbstständig warst. Die Selbstständigkeit muss zwischen! den Kindern sein, also in diesem Zeitraum (12 Monate vor der Geburt des 2. Kindes) musst Du einen Zahlungseingang haben. Das ist entscheidend. Angenommen Baby Nr. 2 kommt im Nov 18, dann sind die letzten 12 Monate vor der Geburt (sogar eigentlich 14 Monate, weil Mutterschutz nicht mit reinzählt) entscheidend. Dann hast Du z.B. im Dez. 17 einen Zahlungseingang verbucht und zack muss die Steuer von 2017 als Grundlage dienen. In 2017 hast Du aber Elterngeld bekommen und so muss 2016 genommen werden. In 2016 aber auch. Also bist Du bei 2015. Das ist natürlich etwas variabel, aber nicht viel. Sofern man Geburten planen kann, empfehle ich das 2. Kind noch in 2018 und den Zahlungseingang in 2017!, sonst funktioniert es nicht mehr.
      Ich hoffe, das bringt Dir etwas Klarheit.
      Schau auch gern mal auf meiner Facebook-Seite (https://www.facebook.com/zweitoechter/) vorbei oder melde Dich zu meinem Newsletter an, dann verpasst Du keine Tipps mehr 😉
      LG, Diana

        • Isa
        • 7. August 2017
        Antworten

        Hey Diana,
        danke für deine schnelle Antwort. Schön zu hören, dass es auch andere Elterngeldstellen gibt. Aber genau so, wie du es schreibst, habe ich es verstanden und endlich die Bestätigung dafür, dass ich es richtig verstanden habe.
        Danke dir und viele Grüße!

    • Daniel
    • 29. Oktober 2017
    Antworten

    Wie cool ist der Tipp denn bitte!
    Vielen dank für den super geschriebenen und verständlichen Artikel.

    Wenn das wirklich klappt wäre das der Hammer. Wir haben uns schon fast auf den Mindestsatz von 300+Geschwisterbonus eingestellt.
    Aber wenn wir wirklich 2015 als Grundlage nehmen können, wäre das genial. Unser Kind kommt Anfang 2017 mit einem Abstand von knapp 2 Jahren.

    Hat der Trick denn schon bei dir oder jemanden der es so gemacht hat, wirklich funktioniert? Erkennt die Elterngeldstelle schon mit einer einzigen Rechnung eine ganzjährige Selbständigkeit an?
    Wie sieht es mit freien Berufen im kreativen Bereich aus? Da müsste es ja eigentlich auch gehen, oder?
    Für diese Berufe braucht man ja nicht mal eine Anmeldung beim Gewerbeamt.

    Wenn man noch in der Elternzeit ist, also ein bestehendes Arbeitsverhältnis von vor der 1. SS hat, wäre dann die Selbständigkeit nicht nur ein Nebenjob? Der Arbeitsvertrag ist ja immer noch gültig und nur für 2 Jahre ausgesetzt.

      • Diana
      • 30. Oktober 2017
      Antworten

      Hallo Daniel,
      es freut mich, dass Dir der Trick gefällt und er soweit verständlich ist. Behördenkram kann manchmal ganz schön verwirrend sein 😉
      Ja, der Trick hat so schon funktioniert.
      Ja, ein einziger Zahlungseingang kann reichen. Ob es anerkannt wird, hängt natürlich von Fall zu Fall ab, da habe ich keine verlässlichen Zahlen. Aber da ihr ja bei der Geburt von Kind 2 noch keine Steuererklärung vom Vorjahr (2017) vorliegen haben werdet, KANN (eigentlich) nur 2016 herangezogen werden. Und da habt ihr Elterngeld bezogen, also ist 2015 die Berechnungsgrundlage. Tada 😉
      Wichtig ist der ZahlungsEINGANG noch in 2017! Und ja, das geht auch als Nebenjob, wenn man sogar noch in Elternzeit ist.
      Viel Erfolg.
      Ich würde mich freuen, wenn Du mir von euren Erfahrungen im kommenden Jahr berichtest!
      Liebe Grüße,
      Diana

    • Kathrin
    • 12. November 2017
    Antworten

    Liebe Diana,

    Wieso ist es im obigen Beispiel denn so wichtig, dass der Zahlungseingang noch in 2017 erfolgt, wenn das Kind erst Anfang 2018 zur Welt kommt? Wenn es beispielsweise im Febaruar 2018 geboren wird, würde ein Zahlungseingang im Januar 2018 ausreichen? So habe ich es zumindest verstanden wenn es heißt “Zahlungseingang im Rahmen von 12 Monaten vor der Geburt”.

    Viele Grüße Kathrin

      • Diana
      • 12. November 2017
      Antworten

      Liebe Kathrin,

      danke für Deine Frage. Ja, es kommt tatsächlich auf die Kombination an.
      “Zahlungseingang im Rahmen von 12 Monaten vor der Geburt” ist erstmal Grundvoraussetzung, aber die Kalenderjahre sind auch wichtig. In dem Beispiel wäre auch ein Zahlungseingang im Januar möglich, da dann ja noch kein Steuerbescheid für 2017 vorliegt, aber im Juni oder August im fortlaufenden Jahr sieht das ja schon anders aus. Das kommt ganz auf dich und Deine Steuererklärung an 😉
      Verständlich?

      Liebe Grüße,
      Diana

        • Kathrin
        • 12. November 2017
        Antworten

        Liebe Diana,

        Vielen Dank für deine schnelle Antwort, genau zu diesem Schluss bin 2u37 auch gekommen.

        Danke für den super Artikel 😉

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