Trick für mehr Elterngeld beim 2. Kind (trotz Teilzeit)

Familie glücklich 2. Kind

In diesem Artikel zeige ich Dir einen bisher unveröffentlichten, aber völlig legalen Elterngeld-Trick, mit dem Du mehr aus Deinem Elterngeld zwischen zwei Geburten herausholst. Ziel ist es, die Berechnungsgrundlage für das zweite Elterngeld wie beim ersten Kind zu erreichen. So kannst Du nach Deiner ersten Elterngeld-Zeit gar nicht oder nur Teilzeit arbeiten und bekommst trotzdem Elterngeld wie beim ersten Kind!

Väter sind in diesem Artikel ausdrücklich mit gemeint. Oft betrifft die Einbußen beim Elterngeld die Mutter. Daher steht sie hier beispielhaft.

Bis zu 15.000 Euro mehr Elterngeld?

Ja, denn wenn Du befürchtest beim 2. Kind nur den Mindestsatz von 300 Euro pro Monat zu erhalten und beim 1. Kind den Höchstsatz bekommen hast, dann sind das 15.000 Euro Unterschied. Es lohnt sich also weiterzulesen!

Lies weiter, wenn Du:

  • mind. 2 Kinder bekommen möchtest oder vor kurzem entbunden hast und noch ein Kind möchtest
  • Du zwischen den beiden Kindern gar nicht oder nur in Teilzeit oder auch Vollzeit arbeiten möchtest
  • zwischen 1,5 und unter 3 Jahren Abstand zwischen den Kindern möchtest (je nach Geburtsdaten der Kinder)
  • Du höheres Elterngeld bei Deinem 2. Kind haben möchtest

Wie der Original Elterngeld-Trick beim zweiten Kind funktioniert, zeige ich Dir an diesem chronologischen Beispiel:

  • Arbeit in Vollzeit
  • Geburt 1. Kind: 1. April 2019
  • Elterngeld 1. Kind: 1. Juni 2019 – 31. Mai 2020 (ohne Mutterschutz)
  • anschließend Elternzeit ohne Elterngeldbezug oder Arbeit in Teilzeit
  • Geburt 2. Kind: 1. August 2021
Beispiel Ablauf Elterngeld-Trick für mehr Elterngeld beim 2. Kind

Grundsätzlich wird das Elterngeld bei Nicht-Selbstständigen nach den letzten 12 Monaten VOR dem Mutterschutz berechnet. Im Beispiel wäre dies für das 2. Kind der Zeitraum, in dem die Mutter gar nicht oder nur in Teilzeit gearbeitet hat. Dies wäre natürlich ein Nachteil für die Höhe des Elterngelds, aber Vollzeit zu arbeiten, ist auch nicht für jede Mutter möglich.

So veränderst Du die Berechnungsgrundlage für das Elterngeld beim zweiten Kind in Deinem Sinne:

  • Mach Dich selbstständig.
  • Dazu geh‘ zum Gewerbeamt und melde (für ca. 25-40 € je nach Ort) ein Gewerbe als Kleinunternehmerin (umsatzsteuerbefreit) an, z.B. im Online-Marketing oder Beratung.
  • Einnahmen aus Freiberuflichkeit funktionieren auch.
  • Erbringe mind. eine Leistung für ein Unternehmen oder eine Privatperson und schreibe eine Rechnung. Du kannst auch Selbsthergestelltes verkaufen.

Wichtige Hinweise:

  • ALLE Einkünfte müssen über die Steuererklärung angegeben und versteuert werden.
  • ALLE Einkünfte, die Du WÄHREND des Elterngeldbezugs hast, müssen der Elterngeldstelle gemeldet werden.
  • Prüfe in Deinem Arbeitsvertrag, ob Du Deinen derzeitigen Arbeitgeber über die Nebentätigkeit informieren musst.

Der Trick funktioniert, wenn Du im Kalenderjahr vor der Geburt und/oder im Zeitraum von 12 Monaten vor der Geburt selbstständig warst. In diesem Zeitraum muss auch mindestens ein Zahlungseingang liegen. Im Beispiel oben wird die Rechnung im Dezember 2020 geschrieben.

Übrigens: Wenn Du Elterngeld Plus beziehst, werden dennoch nur maximal 14 Monate Elterngeldbezug angerechnet. Der Zeitraum um das weitere Kind zu bekommen, verlängert sich nicht um bis zu 24 Monate.

Wie ist es in Deinem Fall?

Starter-Paket Elterngeld-Trick

Jeder Fall ist natürlich anders. Gleichzeitig werden mir seit Veröffentlichung dieses Tricks 2017 immer wieder die gleichen Fragen zum Elterngeld-Trick gestellt.

In meinem Starter-Paket zum Elterngeld-Trick, bestehend aus eBook und Video-Anleitung erkläre ich ausführlich die Anwendung beim 2. Kind.

Ich beantworte im eBook die meistgestellten Fragen aus meinen Elterngeld-Beratungen, z.B.:

  • Wann müssen meine Kinder geboren werden, damit der Trick klappt?
  • In welchem Fall funktioniert der Trick auch bei drei Jahreswechseln?
  • Kann ich vor dem zweiten Kind Teilzeit, Vollzeit, Minijob oder gar nicht arbeiten?
  • Wie verändert die Gesetzesänderung für Geburten ab 01.09.2021 den Elterngeld-Trick?

In konkreten Fallbeispielen zeige ich, wie der Trick in den verschiedenen Lebenskonstellationen funktioniert.

Im eBook erfährst Du auch

  • wann Du den Trick nicht anwenden brauchst,
  • wie Du den Trick durch bestimmte Ausnahmen trotz 3 Jahreswechseln zwischen den Geburten anwenden kannst und
  • wann es für den Trick bei diesem Kind zu spät ist.

In der Video-Anleitung zeige ich Dir,

  • wie Du den Elterngeld-Antrag ausfüllen müsst, damit der Elterngeld-Trick auch bei Dir funktioniert.
  • welche Anlagen Du brauchst
  • und wo die Fallstricke liegen.

Fazit zur Berechnung vom Elterngeld beim 2. Kind

Wenn eine Mutter selbstständig ist, wird das Elterngeld NICHT anhand der letzten 12 Monate VOR dem Mutterschutz des 2. Kindes berechnet. Stattdessen wird das letzte abgeschlossene Steuerjahr verwendet.

Im Beispiel oben ist dies das Kalenderjahr 2020. In 2020 wurde jedoch Elterngeld für Kind 1 bezogen. 2020 kann nicht als Berechnungsgrundlage dienen, da dies für die Mutter nachteilig wäre. Also muss 2019 herangezogen werden. Auch in diesem Jahr wurde Elterngeld für Kind 1 bezogen und so muss das Steuerjahr 2018 zur Berechnung des Elterngeldes dienen.

Dieser Elterngeld-Trick hilft berufstätigen Müttern, die 2 oder mehr Kinder möchten und zwischen den Kindern gar nicht oder nur Teilzeit arbeiten möchten und so wieder das Elterngeld wie beim 1. Kind zu erhalten!

Leserstimmen zum Elterngeld-Trick

Ein dickes fettes DANKESCHÖN! Es hat geklappt, der Elterngeld Bescheid ist da und durch deinen Trick bekomme ich nun genug Elterngeld, dass ich es mir aufteilen und nun bei meinem 2. Kind auch 2 Jahre Zuhause bleiben kann. Ich bin überglücklich und wäre ohne deinen Blog nicht auf diese geniale Idee gekommen. Bei mir war es so: Kind 1: geb. 3/2017 Elternzeit bis 5/2019 dann direkt im Anschluss MuSchu. Selbstständig seit 12/2018 Kind 2: geb. 7/2019 Viele liebe Grüße
Anna
Kommentar vom 02.09.2019
Danke! Es hat bei uns super funktioniert und ich bekomme jetzt sogar etwas mehr durch den Geschwisterbonus und meine Selbstständigkeit. Danke!!
Yvonne
Kommentar vom 17.09.2019
Hallo Diana, heute möchte ich Dir ein RIESEN DANKESCHÖN hier hinterlassen! Auf Grundlage Deines Tipps hat sich unsere finanzielle Situation gravierend geändert in der 2. Elternzeit. Dein Tipp hat tatsächlich dazu geführt, dass ich ein gutes Elterngeld habe! Danke, dass Du Dir so viel Zeit nimmst, um Deine Erfahrungen hier mit Anderen zu teilen. Danke! Danke! Danke!
Franziska
Kommentar vom 15.05.2019
Hallo Diana, wir möchten uns nochmal für deinen tollen Support bei unserem Antrag bedanken. Dank deiner Unterstützung war unser Antrag erfolgreich. Trotz unserer individuellen Gegebenheiten konntest du uns zum Erfolg führen, da haben sich besonders die 20 Minuten unseres persönlichen Telefonats gelohnt. Absolut empfehlenswert! Liebe Grüße
Markus
Kommentar vom 08.11.2019

Aus (datenschutz-)rechtlichen Gründen habe ich die Kommentarfunktion ausgeschaltet und alle bisherigen Kommentare entfernt.

Brauchst Du eine persönliche Beratung zu Deinem Fall?

Diana von zweitoechter.de

Ich habe es mir zur Mission gemacht, Eltern dabei zu unterstützen, ihr persönliches Maximum beim Elterngeld zu bekommen.

Der Elterngeld-Trick kann für (werdende) Mehrfacheltern bis zu 15.000 Euro mehr zum Familieneinkommen beitragen.

300€ Mindestsatz oder Elterngeld wie beim 1. Kind?

Selbstverständlich werde ich Dir auch die Gesetzesänderung des BEEG, die für alle Geburten ab 1.9.2021 gilt, im Zusammenhang mit dem Elterngeld-Trick, erklären.

Auch kann ich Dir erklären, ob der Trick bei Dir auch bei 3 Jahreswechseln funktioniert. Es gibt nämlich tolle Ausnahmen.

Weiterlesen

Wir haben die Partnerschaftsmonate im Anschluss an die Elterngeld-Zeit genommen. Falls Du wissen möchtest, warum Du die Partnerschaftsmonate auch nehmen solltest, dann lies hier.

Mehr über Deine Rechte als Mama liest Du in Sandras Buch, das ich Dir wärmstens empfehlen kann.
Don’t worry, be Mami: Juristisches Know-how rund um Schwangerschaft, Geburt und Elternsein*

Haftungsausschluss

Die Verfasserin übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die Verfasserin, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich im weitest zulässigen Rahmen ausgeschlossen. Auch steht die Verfasserin in keiner Verbindung zu einer staatlichen Behörde zu diesem Thema.

Dieser Artikel ist in keiner Weise eine Rechtsberatung in Elterngeld-Fragen. Die Verfasserin berichtet lediglich von eigenen Erfahrungen. Selbstverständlich kannst Du Dich gern von Deiner Elterngeldstelle zu diesem Thema beraten lassen, denn jeder Einzelfall ist anders!

Viel Erfolg!

Dieser Artikel erschien bereits im August 2017 und wird regelmäßig aktualisiert.
Letzter Stand: 17.11.2021

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