Wie ein Traum wahr wird – Serie Lebensträume

Interview Träum Mama träum mit Hanna von Rubbelbatz

Dies ist das erste Interview der Serie „Träum Mama träum“ über Lebensträume von Müttern. Hanna macht den Anfang und zeigt wie aus ihrem Traum vom Leben im Ausland schon bald Wirklichkeit wird. Lass Dich inspirieren und höre verdammt noch mal nie auf zu träumen!

 

Wovon träumst Du heute?

Das ist eine wirklich schwierige Frage. Der aktuellste Traum wird im April schon wahr: Wir haben zu dritt mit unserem dann fast 3-Jährigen einen Flug nach Bali gebucht. One Way. Wie es weiter geht, entscheiden wir dann. Finanzieren können wir diesen Traum durch Erspartes aus dem letzten Jahr und Einkommen aus dem Internet. Unter anderem mit unserem Familienblog verdienen wir mittlerweile genug, um in Indonesien davon leben zu können.

 

Wovon hast Du als Kind geträumt?

Als Kind wollte ich immer Lehrerin werden. Einen tollen Mann heiraten und ein Haus und Kinder haben. Diesen Traum habe ich auch viele Jahre verfolgt, mit meinem damaligen Freund. Habe Lehramt studiert. Baupläne gezeichnet. Bausparverträge abgeschlossen.

Als ich Anfang 20 war, wurde mir irgendwann klar, dass ich mich sehr verändert hatte. Dass dieses ganze Leben, auch die Beziehung, nicht mehr das richtige für mich war. Ich beendete die Beziehung, das Studium machte ich noch fertig. Gearbeitet habe ich nie als Lehrerin. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt…

 

Wo siehst du dich in 5 Jahren?

In fünf Jahren haben wir hoffentlich viel von der Welt gesehen. Viel erlebt, sind als Familie noch mehr zusammen gewachsen. Vielleicht sind wir irgendwann auch zu viert, wer weiß. Ich habe aufgehört, konkrete Pläne zu machen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass wir bis dahin wieder zurück in Deutschland sind uns irgendwo niedergelassen haben. Unserem Sohn zuliebe, der ja irgendwann auch feste Freunde finden und zur Schule gehen möchte.

 

Was steht deinen Lebensträumen momentan im Weg?

Nichts.

 

Inwiefern unterscheiden sich deine Lebensträume vor und seit deiner Mutterschaft?

Vor der Schwangerschaft hatte ich einen festen Job. Vollzeit mit Personalverantwortung und Außendienst. Das machte großen Spaß, verlangte aber auch viel Einsatz und vor allem Persönlichkeit. Träume wie den vom gemeinsamen Leben im Ausland hatte ich schon, aber verschob sie auf „irgendwann“.

Als unser Sohn etwa ein Jahr alt war, habe ich meinem Mann zum ersten mal gesagt, dass ich unzufrieden mit unserem Leben bin. Ich mag es nicht, dass er den ganzen Tag arbeitet und wir kaum Zeit füreinander haben. Ich möchte, dass wir ein gemeinsames Leben haben. Er teilte diesen Wunsch, auch wenn seine Karriere gerade erst richtig begonnen hatte.

Also begannen wir, konkret an einer finanziellen und örtlichen Unabhängigkeit zu arbeiten. Und unseren Traum wahr werden zu lassen. Mittlerweile haben wir unser geregeltes Leben und unsere Wohnung mit allen Möbeln und Einrichtungsgegenständen in Berlin zurückgelassen. Bis zu unserer endgültigen Abreise leben wir mit meinen Eltern in einem Haus auf dem Land in Bayern. So haben wir Zeit, an unserer Selbständigkeit zu arbeiten und unser Sohn kann die Zeit mit seinen Großeltern genießen, die er vorher nur selten sehen konnte.

 

Was brauchst Du, um Deine Träume zu realisieren?

Einen Laptop, eine Kamera und meinen Mann.

 

Womit würdest Du Deinen Tag verbringen, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Mit meinem Sohn und meinem Mann. Auf Bali.

 

Welchen Tipp hast Du an Deine Mitmenschen zum Thema Lebensträume?

Wenn ich anderen von unseren Plänen vom Leben im Ausland erzähle, dann höre ich ganz oft „Sowas würde ich auch gerne machen, aber BEI MIR geht das nicht, weil…“. Diese Menschen scheinen nicht zufrieden mit ihrer momentanen Situation, trauen sich aber auch nicht, etwas daran zu ändern. Es steht mir nicht zu, darüber zu urteilen, ob das gut oder schlecht ist. Aber ich persönlich lebe nach dem Motto: „Das Leben ist zu kurz, um zu warten.“

Ich kann mir die größte Sicherheit durch Haus, Vermögen und einen guten Job aufbauen. Wirklich sicher ist jedoch nichts. Ich möchte nicht ein Leben lang auf etwas hinarbeiten, auf einen Lebenstraum, den ich womöglich dann gar nicht mehr genießen kann. Für mich zählt das Jetzt. Denn dieser Moment, das Hier und Jetzt, ist alles, was wir haben.

 

Danke für Deine inspirierenden Antworten. Hannas Blog und mehr über ihre Familie und ihre Zeit in Indonesien findest Du hier.

 

Interviewserie Träum Mama träum - Über die Lebensträume von Müttern

 

Wenn Du auch einen Traum hast und diesen in meiner Serie Lebensträume teilen willst, dann schreib mir an diana@zweitoechter.de. Ich freue mich über Deine Geschichte!

Related Posts

Serie "Ortsunabhängiges Leben" - Meine Träume 5 Dinge, die ich 2018 nur für mich tun will

Comments

  1. Antworten

    Oh, wie bereichernd! Ich gehöre auch noch zu der Fraktion „Bei mir geht das nicht, weil…“
    Wir arbeiten in kleinen Schritten daran, unabhängig(er) zu werden und haben die ersten Hürden schon genommen! Ich bin gespannt, wie es bei euch weiter geht 🙂

    0

    0
    1. Antworten

      Liebe Isabel,
      ich verfolge Euren Weg und finde ihn Klasse. Ihr seid ja schon einen Schritt weiter als wir. Wir haben aber noch ein paar Verpflichtungen zu erledigen. „Aber dann…“ hoffe ich zumindest…
      Alles Gute!

      0

      0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

9 shares