Kindern spielerisch die Obst- und Gemüsearten beibringen

Kindern Obst- und Gemüsesorten beibringen - zweitöchter

Unser heimisches Obst- und Gemüse wächst zum Teil am Straßenrand, wir können es in (Hoch-)Beeten anpflanzen oder über den Markt schlendern lernen. Trotzdem wissen längst nicht alle Kinder, was sie da essen oder wie es eigentlich wächst. In diesem Artikel stelle ich Dir eine weitere Möglichkeit vor, Kindern die regionalen Obst- und Gemüsearten beizubringen.

 

Beschäftigung mit Obst und Gemüse hilft Kindern

Nur 30 Prozent der 15-Jährigen Mädchen und nur 25 Prozent der Jungen in der EU aßen 2014 durchschnittlich einmal am Tag Gemüse. In Deutschland war der Unterschied zwischen Jungen (16%) und Mädchen (31%) besonders hoch. Beim täglichen Genuss von Obst war der Unterschied zwischen den Geschlechtern weniger ausgeprägt. 26% der Jungen und 38% der Mädchen gaben an täglich Obst zu essen. Positiv ist, dass der Konsum von Gemüse seit 2001 um 7 Prozent bei Mädchen und 5 Prozent bei den Jungen konstant angestiegen ist. Beim Obst stagnieren die Werte. (Quelle)

An den Genuss von Obst- und Gemüse müssen Kinder in jungen Jahren herangeführt werden. Sie müssen lernen, wo und wie es wächst. Durch die Beschäftigung damit erhöht sich das Selbstverständnis täglich Obst und Gemüse statt Chips und Schokolade zu sich zu nehmen. Obst und Gemüse zu essen, wird zum Ritual.

 

Wo Kinder heute Kontakt zu Obst und Gemüse und dessen Herstellung haben

  • Streuobstwiesen in der Nachbarschaft, wo jeder nach Belieben (kostenlos) ernsten kann
  • Acker zum Selberpflücken, z.B. Erdbeeren
  • Schulgarten in der Grundschule
  • Anlegen eines (Hoch-)Beets zu Hause, im Kindergarten oder in der Schule (Übrigens: nur eins der 20 Abenteuer, die Du mit Deinen Kindern erleben kannst)
  • Gang über den Markt
  • Nachbarschaftsgärten, wo gemeinschaftlich angebaut und geernet werden kann
  • Projekte in Kita, Schule und der Kommune zu diesem Thema

 

Obst- und Gemüsearten spielerisch erlernen mit Frugemo

Eine weitere Möglichkeit Kindern die heimischen Obst- und Gemüsearten zu erklären, ist Frugemo – ein Kartenspiel ab 3 Jahren. Es wurde von Kristin und Karsten Tonn entwickelt. Gemeinsam machten sie sich auf die Suche nach heimischen Obst- und Gemüsearten und sammelten alle wichtigen Informationen zu den Früchten. Sie testeten mit Freunden und vor allem mit vielen Kindern die Spielvarianten.

Das Ergebnis heißt: „Frugemo“ und ist der Kosename für das „Fruchtgemüsemonster“. Damit es wachsen und sich vermehren kann, brauchen Kristin und Karsten jedoch noch Unterstützung.

Die erste Auflage nach dem Crowdfunding soll 500 Stück betragen. „Wir haben schon einige Anfragen aus Kindergärten und Grundschulen. Danach wollen wir gern Firmen und Händler für gemeinsame Projekte zu gesunder Ernährung mit Kitas und Grundschulen gewinnen und auf diesem Wege die Heranführung an das Thema verbessern,“ sagt Kristin Tonn, Erzieherin in Dresden und Initiatorin des Projekts.

 

Kristin und Karten Tonn, Erfinder von Frugemo

Mit insgesamt 74 Karten wird Kindern ab 3 Jahren, aber auch Erwachsenen spielerisch Wissen über 54 regional Obst- und Gemüsearten vermittelt. Sie erfahren zu welchen Jahreszeiten sie geerntet werden und wie sie wachsen. „Wir wollen Kinder und Eltern, Erzieher und Lehrer neugierig machen, die Schätze unserer Natur mit allen Sinnen zu entdecken“, erklären die Frugemo-Erfinder ihre Motivation. Damit möglichst viele Kinder wieder wissen, wie eine Johannisbeere aussieht…

Hier kannst Du das Kartenspiel für Dich, die Kita oder Grundschule erwerben.

 

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Comments

  1. Antworten

    In der Stadt ist es wirklich nicht so einfach, mit dem Obst- und Gemüseanbauen. Wir leben ja seit kurzem auf dem Land und haben einen Apfel- und eine Zwetschgenbaum. Dennoch kennen die Kids (und auch ich) uns nicht gut aus.

  2. Antworten

    Eine tolle Sache 🙂 Wir haben uns letztes Jahr extra ein kleines Gemüsebeet in den Garten gebaut damit die Kids lernen, dass ihr Essen eben nicht einfach im Supermarkt aufpoppt, sondern das es angebaut werden und wachsen muss, dass in ihrem Essen, Zeit und Arbeit steckt 🙂

  3. Antworten

    Wirklich erschreckende Zahlen! Bei uns gibt es also immer viel Gemüse auf den Teller! Schade, dass wir gemäss Statistik eher die Ausnahme sind.

  4. Antworten

    Ich habe mir das Spiel auch schon angeschaut. Das, was ich gesehen habe, klingt toll. Für unsere Frieda noch etwas Tricky, glaube ich. Aber hemisches Obst & Gemüse geht vielen total durch. DFürdie Schule fand Ichs gut.

    • Alu
    • 19. Juni 2018
    Antworten

    Das ist hier gerade in der Stadt ein Problem.Ich versuche den Kindern immer alles zu zeigen, aber Mirabellen zum Bsp kennen sie einfach nicht mehr und das ist echt schade.

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