Kinder am „echten“ Leben teilhaben lassen

Kinder am "echten Leben" teilhaben lassen
Kooperation mit Jako-O

Im Alltag soll es bei uns Erwachsenen oft schnell gehen. Dem Kind dann den notwendigen Raum zu geben, sich auszuprobieren, fällt nicht immer leicht. Warum es aber trotzdem wichtig ist, unsere Kinder am „echten“ Leben teilhaben zu lassen und wie Du dies mit Rollenspielen unterstützen kannst, liest Du hier.

Warum Teilhabe so wichtig ist

Schon von klein an, eifern uns unsere Kinder nach. Sie wollen essen, was wir essen. Sie wollen tun, was wir tun. Mit fortschreitender Mobilität können wir ihnen konkrete Aufgaben übergeben, die sonst wir tun. Oder sie helfen beim Kochen oder backen.

Kinder am „echten“ Leben teilhaben lassen, gibt ihnen ein positives Gefühl. Sie werden in ihrer Position anerkannt und als gleichwertiges Individuum in der Familie gesehen.

„Ich kann das schon alleine!“, ist nicht umsonst ein oft formulierter Satz bei jüngeren Kindern. Sie wollen nicht nur am „echten“ Leben teilhaben, sie wollen vor allem dabei auch erfolgreich sein. Schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können, nennt man Selbstwirksamkeit. Je stärker diese bei einem Menschen ausgeprägt ist, desto mehr traut er sich zu.

Ob sich ein Kind aber etwas zutraut, hängt vor allem davon ab, ob wir dem Kind etwas zutrauen. Nur wenn wir Selbstwirksamkeit vorleben und dem Kind auch mögliche Fehler zugestehen, wird es das notwendige Selbstvertrauen aufbauen, um auch das Risiko einzugehen, zu scheitern.

Wie können wir Kinder stärker teilhaben lassen?

Zunächst sollten wir Kinder nicht nur in pillepalle Entscheidungen einbeziehen, wie die Wahl des Mittagessens. Wir sollten ihnen auch Mitspracherechte einräumen, in welche Schule das Kind gehen oder wohin die Familie in den Urlaub fahren wird.

Je stärker Kinder in Entscheidungen einbezogen werden, desto wahrscheinlicher werden sie sie auch mittragen und Verständnis aufbringen, wenn es nicht so gut läuft. Das ist wohl jedem klar.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie leben in anderen Sphären und haben sicherlich für viele Entscheidungen noch nicht die Erfahrung oder Weitsicht. Dennoch können sie andere Blickwinkel und Prioritäten in eine Diskussion einbringen und somit bereichern.

Wenn das „echte“ Leben aber noch warten kann

Wie gesagt, sind Kinder keine kleinen Erwachsenen. Wir dürfen nicht zu viel Verantwortung auf sie übertragen. Es ist wie immer eine Frage der Balance.

Meine Kinder lieben Rollenspiele. Wenn wir zu Hause ankommen, haben sie noch nicht mal richtig ihre Schuhe ausgezogen, da sind sie schon voll drin in ihren Rollen und sind kaum noch ansprechbar für uns Eltern.

Das Spiel ist die Vorbereitung auf das spätere Leben. Hier üben sie Dialoge, Situationen und Herausforderungen. Meine Kinder sind wahre Schauspieler und manchmal wirken die Szenen so echt, dass ich denke, sie streiten sich wirklich oder es ist jemand verletzt.

Für ihr Rollenspiel nutzen die Kinder viele Hilfsmittel, die sie irgendwo im Haus finden. Das kann ein Seil sein, das zum Stethoskop umfunktioniert wird oder ein Tuch, das als Sattel herhalten muss. Ein Pinsel kann übrigens ein wunderbarer Hufkratzer sein. Meine Töchter nutzen aber auch ihre Kinderküche, das Spielhaus oder einfaches Sandspielzeug, um voll in ihr Spiel abzutauchen. Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt.

Für weitere Spielideen schau noch mal bei Jako-O. Hier gibt es richtig tolle Spielzeuge für Rollenspiele drinnen wie draußen.

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